Museen in Radstadt - Pongau

Museum Kapuzinerturm in Radstadt

Erleben Sie die Geschichte Radstadts hautnah…

Vom Dachgeschoß des Museums Kapuzinerturm in Radstadt genießt man eine herrliche Aussicht durch die ehemaligen Schießluken der zwei Meter dicken Turmmauer über die Stadt Radstadt und das Ennstal.

Der interessanteste Teil der Bausubstanz des Turmes ist der kunstvoll, aus gehackten Stämmen gezimmerte Dachstuhl, der aus der Zeit der Bauernkriege 1526 stammt und auch den letzten Stadtbrand im Jahr 1865 unversehrt überstand. Heute wird dieser durch eine spektakuläre Lichtinstallation in Szene gesetzt.

Kapuzinerturm Radstadt

Landschaft und Perchten

Im Obergeschoß wird ein detailgetreuer Einblick in das Bauernleben von früher geboten. Dieses war gerade im Salzburger Innergebirg jahreszeitlich klar strukturiert und durch schwere Arbeit geprägt. Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge und einfache Maschinen werden präsentiert. Eine besondere Dramaturgie versprechen die Perchten und Krampusse im Verließ!

Bauernkrieg 1526

Im Erdgeschoß wird die Geschichte des Bauernkrieges (1526) erzählt. Betritt man den finsteren Turm, so wird man nach Durchschreiten eines Waffenspaliers aus der Bauernkriegszeit direkt in die multimediale Filmpräsentation integriert. Der Erzbischof spricht aus einem Bild heraus, der Bauernführer Gaismair kontert ihm im Turm stehend.
Der Besucher wird Teil des Geschehens und erlebt hautnah die Belagerung der Stadt. Hier wird Geschichte zu einem faszinierenden Erlebnis für alle.

Sonderausstellung 2026: Gedenkjahr im Museum Kapuzinerturm

Das Museum Kapuzinerturm steht heuer im Mittelpunkt des Gedenkjahres der Belagerung der Stadt vor 500 Jahren während der Bauernkriege. Eine Sonderausstellung zeigt die Entwicklung, Beweggründe und Schauplätze der kriegerischen Auseinandersetzungen.
Zusätzlich beschäftigt sich die Künstlerin Sonja Böhm mit ihrer Installation „Die Bäuerin“ mit den vergessenen Heldinnen der Revolution, welche sich ohne Männer um Hof, Feld und Kinder gekümmert haben.
Die Ausstellung findet am historischen Originalschauplatz der vor 500 Jahren ereigneten kriegerischen Auseinandersetzungen statt. Der Turm musste damals als Strafe für die Belagerung von den unterlegenen Bauern errichtet werden.
Besucherinformationen
    • Öffnungszeiten: Ganzjährig, Montag bis Freitag von 09:00 bis 16:30 Uhr.
    • Tickets: Die notwendigen Eintritts- und Schlüsselkarten sind im Tourismusbüro erhältlich.
    • Führungen: Für eine Führung durch das Museum steht Kustos Rudi Hermann nach telefonischer Terminvereinbarung unter der Nummer 0664/4353645 gerne zur Verfügung.

Einblicke in die Sonderausstellung „Bauernkriege 2026“ und „Die Bäuerin“